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Anka Zink hat viele Namen bekommen, seit sie deutsche Kabarettbühnen
unsicher macht. "Powerfrau" wird sie vielleicht am häufigsten
genannt, aber das ist ein so ausgelutschtes Wort. Am besten
ist "Rheinischer Satansbraten". Das Rheinische kann man bei
der Bonnerin nicht überhören, und den Satansbraten serviert
sie genau so, wie er sein soll: deftig, reichhaltig, scharf
gewürzt und knusprig. Wer sie trifft, wenn sie als Produzentin
agiert - und sie hat schon einigen Nachwuchstalenten ebenso
wie gestandenen Bühnenstars den besten Weg zur Pointe gewiesen
- dann erlebt man einen gestandenen Profi der Kleinkunst,
eine strenge Lehrmeisterin, die genau weiß, wo der Witz trifft
und wo er daneben geht. Anka Zinks Solo-Seite dagegen ist
vollkommen entspannt, als wären ihr die Geschichten, die sie
so erzählt, gerade eben eingefallen. Sie kann's eben.
Ihr neues Programm: Sexy ist was anderes
Fummeln war früher, heute ist twittern
Haben Sie noch ein Leben in „realtime“, oder findet ihre private
und berufliche Realität eher „digital“ statt? Was früher Familie
hieß, buchstabiert sich inzwischen längst „Community“. Statt
zum Klatsch im Treppenhaus, treffen wir uns im Chatroom. Wer
nervt, wird einfach per Mausklick gelöscht. Sauber, geräuschlos
und kostenneutral. Welch schöne neue Beziehungswelt! Digital
und unverbindlich. „Sexy ist was anderes“ ist ein unterhaltsamer
Exkurs über Fluch und Segen der modernen Kommunikationsgesellschaft.
Für Mitmenschlichkeit bleibt wenig Zeit, weil uns die elektronische
Gerätewelt auf Trapp hält: Mit Highspeed geht’s durch die
Kinderzimmer der Generation Spielkonsole. Es gibt Freunde
zum Downloaden und Partnerleasing. Cyber- Petting mit Twitter-Wesen
ist in! Der Best-ager redet nicht über Kukident, sondern der
Rentner von heute fachsimpelt über die brandneuen Apps seines
iPad: Die Lesebrille zum Runterladen.
www.ankazink.de
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